Apfelsorte
Rubinette
Die anspruchsvolle Sorte verbindet intensive Süße mit kräftiger Säure und ist seit den 1990er Jahren im Anbau.
- Geschmack
- Sehr süß und aromatisch
- Textur
- Traditionell
- Übliche Saison
- September bis Februar
Die übliche Saison ist keine tagesaktuelle Verfügbarkeitszusage.
Geschmack
Rubinette überzeugt durch ein außergewöhnlich aromatisches Geschmacksprofil. Im Aroma erinnert diese Sorte stark an Cox Orange und bietet ein intensives, fruchtiges Bouquet. Das Verhältnis von Süße zu Säure ist harmonisch: Rubinette schmeckt angenehm süß mit einer feinen, erfrischenden Säurenote.
Verwendung
Rubinette wird vor allem als Tafelapfel geschätzt – das heißt, man genießt ihn am besten frisch und roh, um das volle Aroma auszukosten. Dank seines ausgewogenen Geschmacks und der knackigen Konsistenz ist er ein hervorragender Snack-Apfel für zwischendurch. In der Küche findet Rubinette ebenfalls vielfältige Verwendung: Durch das aromatische Fruchtfleisch eignet er sich hervorragend zum Backen, zum Beispiel für Apfelkuchen, Strudel oder Pfannkuchen, da die Stücke beim Backen ihre Form ganz gut behalten und ein intensives Apfelaroma an die Speisen abgeben. Auch zur Saftproduktion ist Rubinette sehr gut geeignet – ob als reiner Apfelsaft oder in Mischsäften. Sein hoher Zuckergehalt und die feine Säure ergeben einen süßlich-frischen Apfelsaft mit ausgeprägtem Aroma. Selbst in Obstsalaten oder Dessertkreationen kann Rubinette mit seinem Geschmack punkten.
Besonderheiten
Rubinette-Früchte sind eher klein bis mittelgroß. Die Schale zeigt eine grüngelbliche Grundfarbe, die auf der Sonnenseite leuchtend orangerot gestreift ist. Auffällig ist außerdem, dass der Stiel des Apfels in einer sehr flachen Vertiefung sitzt. Rubinette gilt als eine der geschmacklich besten Apfelsorten, wird jedoch im großen Erwerbsobstbau weniger angebaut, da die Früchte klein sind und die Sorte spezielle Ansprüche stellt.
Hervorzuheben sind auch die Eigenschaften im Anbau: Rubinette ist relativ krankheitsanfällig. Sie zeigt eine hohe Anfälligkeit für Apfelschorf und ist auch empfindlich gegenüber Obstbaumkrebs und Monilia-Fruchtfäule. Aufgrund dieser Krankheitsanfälligkeit erfordert Rubinette mehr Pflege als robustere Sorten. Rubinette ist bis März lagerfähig.
Feldnews zur Saison 2026
Was diesen Jahrgang besonders macht.
24.09.2026
Rubinette 2026: Weniger Deckfarbe als gewohnt
Die Rubinette hat in diesem Jahr weniger rote Deckfarbe als gewohnt. Für die Ausfärbung braucht die Frucht in den Wochen vor der Ernte viel Licht und vor allem kühle Nächte. An Licht fehlte es nicht: Die Sonneneinstrahlung lag zwischen dem 28. August und dem 24. September im Normalbereich. Die Nächte waren aber mit durchschnittlich 14,4 °C eher warm. Es gab nur 5 kühle Nächte (höchstens 12 °C), in den Vorjahren waren es im Mittel 8, und der Unterschied zwischen Tag und Nacht war klein. Alte Sorten wie Rubinette, Cox Orange und Boskoop reagieren darauf deutlicher. Moderne Sorten sind auf gute Ausfärbung gezüchtet, bei ihnen fallen ungünstige Bedingungen weniger auf.
Rubinette ist eine Apfelsorte, die wegen ihres herausragenden Geschmacks besonders geschätzt wird. Unter Kennern gilt Rubinette als eine der aromatischsten Apfelsorten. Das traditionelle Fruchtfleisch ist knackig und saftig, mit einem ausgewogenen Süße-Säure-Verhältnis. Die Äpfel sind zwar relativ klein, doch ihr intensives Aroma macht Rubinette zu einem sehr beliebten Tafelapfel.
Herkunft
Die Sorte Rubinette entstand in der Schweiz als Zufallskreuzung der Apfelsorten Golden Delicious und Cox Orange. Entdeckt wurde sie in der Baumschule Hauenstein in Rafz (Kanton Zürich). Ihre Elternsorten verleihen Rubinette das besondere Aroma.
Handwerk über das ganze Jahr
Die Sorte ist nur der Anfang.
Schnitt, Pflege, Ausdünnung und Erntezeitpunkt beeinflussen, wie sich Farbe, Festigkeit und Aroma entwickeln. Natürliche Unterschiede gehören deshalb zu jeder Ernte.
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